Kunst S:nack - der mobile Kunstkiosk

ein kommunikatives Projekt von Marion Tischler im öffentlichen Raum

 

Atmosphäre und Anmutung von Kiosken als Verkaufs- und Kommunikationsorte bilden die Grundlage der Arbeit „Kunst S:nack - der mobile Kunstkiosk“ von Marion Tischler. Der Kiosk als populäres Alltagsphänomen und als Mikrokultur mit eigenen Gesetzen und Ausdrucksformen bietet ein ergiebiges Forschungsfeld für das Projekt.

 

„Der Kiosk ist ein beiläufiger Ort und genutzt für den sog. Vergessensbedarf. Er steht sinnbildlich für einen Knotenpunkt alltäglichen Lebens.” (Hans Magnus Enzensberger)

 

Mit typischer Kioskästhetik sowie der Darbietung einer auf engstem Raum versammelten Warenvielfalt bietet Marion Tischler eine Versorgungseinrichtung für die schnelle Bedürfnisbefriedigung in Sachen Kunst. Ob mobil im Dreiradwagen, in einem selbst entworfenen Kiosk aus Holz oder als „Shop in Shop-System“ - Kunst S:nack verortet sich abseits etablierter Kulturorte an den typischen Verweilzonen des Alltags oder irritiert im Kunstkontext.

Kunst S:nack ist ein Forum für eine breite Öffentlichkeit - ein Ort der flüchtigen Begegnung und der schnellen Bedürfnisbefriedigung, der ebenso Aufenthalt und Gespräch, i.d.S. S(ch)nack - S:nack, erlaubt.

 

Die Interaktion mit dem Publikum, Kommunikation und Teilhabe spielen in diesem Projekt eine große Rolle. Kunst wird immer mit einem kleinen „Schnack“ vermittelt und/oder verkauft - und wenn es sich dabei auch nur um die ritualisierten Floskeln des typischen Verkaufsgesprächs handelt. Ebenso ist die Produktberatung fester Bestandteil der Interaktion und ein ganz besonderer Service von Kunst S:nack.

Das Wort S:nack signalisiert aber auch, daß es sich nicht um ein umfangreiches und teures „Menü”- also im übertragenem Sinne ein teures Kunstwerk handelt, sondern um eine kleine in diesem Fall künstlerische Zwischenmahlzeit zu erschwinglichen Preisen.

Als Verkaufssortiment bietet Kunst S:nack kleine Original - Kunstwerke und Multiples an.
Postkarten, Gepäckanhängern, Poster, aber auch kleine Malereien und Bildobjekte sind Bestandteil des umfangreichen Warenangebots.

Die Produktwerbung wird original wie am Kiosk vorgenommen. So werden auch die Werbeelemente des Kiosks eingesetzt: Reklametafeln, Zeitungs- und Postkartenständer zur Selbstbedienung sowie großflächige Wandplanen und verkaufsfördernde Werbesprüche.

 

In einer humorvollen Art und Weise widmet sich Kunst S:nack den Prinzipien des Marktes.
Kommerzielle Handlungen wie Kaufen, Verkaufen, das Anbieten von Dienstleistungen werden zur Kunst in Beziehung gesetzt. Die kontemplative Betrachtung in den heiligen Hallen der Kunst wird ins Alltägliche überführt.

 

Testen Sie bei nächster Gelegenheit die Verweilqualitäten von Kunst S:nack!

Kunst S:nack – für das Kauferlebnis und den guten Geschmack!
Marion Tischler: Ihre Diensleisterin in Sachen Kunst!

 

 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Vorreiterin, Gabriele Münter Preis 2010
Text: Marion Tischler

 

 

 

Die Einführung speziell zur rollenden und mototrisierten Variante von Kunst S:nack (also in der Ape)

schrieb Daniel Neugebauer.

Lesen ?